Die Fähre schippert als Oktoberfest über den See – Etwa 600 Partygäste geben Gas
Rund 600 Partygäste sind am Wochenende mit dabei und reisen als Passagiere der schwimmenden Festhalle über den See – kräftig schunkelnd, klatschend und teilweise sogar tanzend. Das Gamsbart-Trio versteht es perfekt, das Stimmungsbarometer in die Höhe zu treiben mit Klassikern wie der „Fischerin vom Bodensee“, dem Kufstein-Lied, „Ein Stern“ oder Schlager-Hits wie „Griechischer Wein“. In der Pause lassen es die „Butzlumpa“ richtig krachen und es wird verdammt laut: Die große Formation gibt alles und haut im wahrsten Sinne des Wortes auf die Pauke. Die Euregia erzittert unter der wilden Fete an Bord, wie sie es wohl sonst nicht mal bei schwerem Sturm tut. „Hey Leute, ihr habt gestern das Wiesn-Boot so richtig gerockt. Macht weiter so!“, notiert ein „Wiesn-Madl“ der Gruppe daraufhin auch ins Internet-Gästebuch.
Mehr als zufrieden ist auch Andreas Karlinger, als die Fähre gegen Mitternacht mit einer immer noch feiernden Gästeschar wieder in den Hafen einläufst. „Super Stimmung an Bord, nur zufriedene Rückmeldungen, eine gigantische Party“, freut sich Karlinger.
Verwunderte Blicke gibt es in Immenstaad und Meersburg, wo sich das schwimmende Festzelt bis auf wenige Meter den Anlegestellen nähert. Wenn man Abends am See steht, rechnet man ja auch nicht damit, dass plötzlich ein Oktoberfest mit bayrischer Deko, schallender Blasmusik und fröhlich-lärmenden Gästen vorbeischippert. Bei manchen Zaungästen meint man Bedauern zu sehen, dass sie nicht mit an Bord sind. Beim Mallorca-Boot im Oktober und dem nächsten Gala-Schiff an Silvester gibt es aber schon die nächsten Gelegenheiten.
(Matthias Schopf/Schwäbische Zeitung v.
12.09.11)